Der Frankfurter Nachfolgemarkt in Zahlen (2026)

Der Frankfurter Nachfolgemarkt in Zahlen (2026)

Am 25. August 2026 standen in Hessen 412 Unternehmen auf nexxt-change zum Verkauf, der staatlichen Nachfolgebörse von Bund, KfW und Kammern. 39 davon sitzen in Frankfurt am Main. Dem gegenüber standen 291 Kaufgesuche, also Käufer, die dort selbst ein Inserat aufgegeben haben. Wir haben beide Zahlen an diesem Tag selbst ausgezählt, nach Region, Branche, Preisvorstellung und Mitarbeiterzahl, und diese Seite wird vierteljährlich neu gezählt.

Nichts hier ist Rechts- oder Steuerberatung. Steuerberater und Anwalt entscheiden, bevor etwas bindend wird.

Die Entscheidung

Wer 2026 in Frankfurt oder im Rhein-Main-Gebiet verkaufen will, sollte nicht mit dem Inserat anfangen. Die öffentliche Börse ist das untere Ende des Marktes: Von den 373 hessischen Angeboten, die eine Mitarbeiterzahl nennen, haben 245 höchstens fünf Beschäftigte, und von den 254 Angeboten mit Preisangabe liegen 150 unter 250.000 €. Ein Betrieb mit 150.000 € oder mehr bereinigtem Jahresgewinn steht dort nicht in der Menge, sondern über ihr. Die Reihenfolge, die die Zahlen nahelegen: erst der kostenlose IHK-Sprechtag (in Frankfurt sind 2026 noch vier Termine offen), dann die Zahlen aufbereiten, dann inserieren, und parallel die Käufer direkt ansprechen, die schon ein Kaufgesuch stehen haben. Das kippt, wenn sich das Verhältnis dreht: Heute kommen in Hessen auf ein Kaufgesuch 1,42 Verkaufsangebote, bundesweit 3,02. Fällt Hessen bei der nächsten Zählung auf über drei Angebote je Gesuch, ist die Börse als Vertriebsweg erledigt und die direkte Ansprache bleibt als einziger Weg.

Was in Hessen zum Verkauf steht

nexxt-change ist die Nachfolgebörse, die das Bundeswirtschaftsministerium, die KfW und die Kammerverbände seit 2006 gemeinsam betreiben. Inserate erscheinen anonym unter einer Chiffre, 431 Regionalpartner geben sie frei, und die KfW beziffert die seit dem Start angestoßenen Übergaben auf 22.300 (KfW Research, Januar 2026). Das sind über zwanzig Jahre rund 1.100 vermittelte Übergaben im Jahr für ganz Deutschland.

Der erste Befund ist das Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Hessen stellt 6,4 % der bundesweiten Verkaufsangebote, aber 13,8 % der Kaufgesuche. Auf jedes hessische Inserat kommen mehr als doppelt so viele suchende Käufer wie im Bundesdurchschnitt.

Kennzahl Hessen Deutschland Anteil Hessens
Verkaufsangebote 412 6.390 6,4 %
Kaufgesuche 291 2.114 13,8 %
Verkaufsangebote je Kaufgesuch 1,42 3,02
Angebote über einen Makler 62 (15,0 %) 781 (12,2 %)
Angebote von Inhaber oder Firma direkt 350 (85,0 %) 5.605 (87,7 %)

Stand: 25. August 2026, eigene Auszählung der öffentlichen nexxt-change-Suche.

Regional konzentriert sich das Angebot auf Südhessen. Der Regierungsbezirk Darmstadt, also das Rhein-Main-Gebiet mit Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden und Darmstadt, trägt 196 der 412 Angebote.

Region Verkaufsangebote Kaufgesuche
Regierungsbezirk Darmstadt (Rhein-Main, Südhessen) 196 49
davon Frankfurt am Main 39 17
davon Main-Kinzig-Kreis 24 6
davon Wiesbaden 23 7
davon Groß-Gerau 14 3
davon Wetteraukreis 13 3
davon Hochtaunuskreis 11 1
davon Darmstadt-Dieburg 11 1
davon Darmstadt, Stadt 9 5
davon Bergstraße 8 3
davon Offenbach, Stadt 5 5
davon Rheingau-Taunus-Kreis 5 0
davon Main-Taunus-Kreis 4 3
davon Offenbach, Kreis 3 4
davon Odenwaldkreis 2 1
Regierungsbezirk Gießen (Mittelhessen) 55 18
Regierungsbezirk Kassel (Nordhessen) 91 26
Nur auf Landesebene erfasst 70 198
Hessen gesamt 412 291

Stand: 25. August 2026, eigene Auszählung. Die Kreiszahlen summieren sich nicht auf die Bezirkszahl: Ein Verkaufsangebot hat genau einen Sitz, ein Kaufgesuch kann mehrere Kreise ankreuzen. 70 Angebote und 198 Gesuche sind nur mit „Hessen" erfasst.

Nach Branche führt das Handwerk. Ein Inserat kann mehrere Rubriken tragen, deshalb ergibt die Spalte in Summe mehr als 412.

Rubrik Verkaufsangebote Hessen
Handwerk 109
Dienstleistung 97
Handel 88
Gastgewerbe 38
Verarbeitendes Gewerbe 37
Baugewerbe 27
Gesundheits- und Sozialwesen 19
Information und Kommunikation 15
Infrastruktur 9
Grundstücks- und Wohnungswesen 5
Kunst, Unterhaltung und Erholung 5
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 5
Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden 0

Stand: 25. August 2026, eigene Auszählung. Mehrfachrubriken möglich, Summe 454 bei 412 Inseraten.

Die Größenverteilung erklärt, warum die Börse so wirkt, wie sie wirkt. 245 der 373 Angebote mit Angabe zur Belegschaft haben höchstens fünf Beschäftigte, und nur 18 Betriebe in ganz Hessen haben mehr als 20. Wer einen Betrieb mit 15 Leuten und einem Meister im Haus sucht, hat in Hessen 60 Kandidaten, nicht 412.

Beschäftigte Angebote Hessen
bis 5 245
6 bis 10 68
11 bis 20 42
21 bis 50 12
51 bis 100 4
über 100 2
ohne Angabe 39

Stand: 25. August 2026, eigene Auszählung.

Was die Verkäufer verlangen

341 der 412 hessischen Angebote nennen einen Jahresumsatz, 254 nennen eine Preisvorstellung. Beide Verteilungen sitzen deutlich unter dem, was die KfW für den Mittelstand insgesamt misst.

Band Preisvorstellung Letzter Jahresumsatz
bis 50.000 € 52 23
über 50.000 bis 250.000 € 98 99
über 250.000 bis 500.000 € 38 62
über 500.000 € bis 2,5 Mio. € 53 124
über 2,5 Mio. € 13 33
ohne Angabe 158 71

Stand: 25. August 2026, eigene Auszählung der hessischen nexxt-change-Angebote.

59,1 % der hessischen Angebote mit Preisangabe wollen unter 250.000 € haben. Der Median liegt damit im Band zwischen 50.000 € und 250.000 €. Die KfW misst für den bundesweiten Mittelstand einen durchschnittlichen Kaufpreiswunsch von 499.000 € und einen Median von 375.000 € für Übergaben bis Ende 2029 (KfW Research, Fokus Volkswirtschaft Nr. 526, 9. Januar 2026). Der Abstand ist kein Widerspruch, sondern die Auswahl: Wer 500.000 € oder mehr erwartet, verkauft in der Regel über einen Berater oder einen Direktkontakt und stellt kein anonymes Chiffre-Inserat ein.

Zwischen der Preisvorstellung und dem, was tatsächlich gezahlt wird, liegt ein zweiter Abstand. Die KfW rechnet die Wünsche in ein Vielfaches des Jahresumsatzes um und kommt auf durchschnittlich das 1,2-Fache, im Median das 0,6-Fache. Dem stellt sie die FINANCE-Umsatz-Multiples gegenüber, also Korridore aus tatsächlich umgesetzten Transaktionen und Expertenschätzungen im Micro-Cap-Segment (Unternehmen bis 20 Mio. € Jahresumsatz, Stand November 2025).

Branche Erwartung Verkäufer (KfW, Ø 2025) Bezahlt, Micro-Cap-Korridor (FINANCE, 11/2025)
Alle Branchen, Durchschnitt 1,2x Jahresumsatz
Alle Branchen, Median 0,6x Jahresumsatz
Bau / Handwerk 0,25x bis 0,50x
Stationärer Handel 0,30x bis 0,55x
Transport / Logistik 0,41x bis 0,75x
Beratende Dienstleistungen 0,56x bis 1,03x
Elektrotechnik / Digitalindustrie 0,75x bis 1,15x
Software / IT-Services 1,33x bis 2,30x

Stand: 25. August 2026. Quelle beider Spalten: KfW Research, Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2025, Tabelle 2, veröffentlicht 9. Januar 2026, dort FINANCE-Multiples per November 2025.

Für einen Handwerksbetrieb heißt das konkret: Der durchschnittliche Verkäufer setzt das 1,2-Fache des Umsatzes an, der Korridor für Bau und Handwerk endet beim 0,50-Fachen. Bei 1,5 Mio. € Umsatz sind das 1,8 Mio. € Erwartung gegen 375.000 € bis 750.000 € Korridor. Der Median-Verkäufer mit dem 0,6-Fachen liegt bei 900.000 € und damit immer noch über dem Korridor. Genau dieser Abstand ist der Grund, warum die KfW die „Einigung Kaufpreis" bei 30 % der Mittelständler als Nachfolgehürde findet und warum viele Gespräche im zweiten Termin enden. Wer den Preis aus dem bereinigten Gewinn statt aus dem Umsatz herleitet, verhandelt über eine Zahl, die eine Bank auch finanzieren kann. Wie ein Käufer diese Zahl aufbaut, steht in Unternehmen verkaufen in Rhein-Main: was ein Käufer zuerst liest.

Wie viele Übergaben Hessen vor sich hat

Die KfW zählt das Bundesbild: jährlich rund 109.000 geplante Übergaben bis Ende 2029, rund 114.000 geplante Stilllegungen, über 2 Mio. Inhaberinnen und Inhaber ab 55 Jahren und eine durchschnittliche Kaufpreisvorstellung von rund 499.000 €, rund 34 % mehr als 2019 (KfW Research, Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2025, 9. Januar 2026).

Eine hessische Fassung dieser Zählung gibt es nicht, und wir stellen sie auch nicht her, indem wir die Bundeszahl mit einem Bevölkerungsanteil multiplizieren. Gemessen haben wir einen hessischen Anteil an genau einer Größe: 6,4 % der Verkaufsangebote der öffentlichen Börse und 13,8 % der Kaufgesuche. Diese beiden Anteile beschreiben die Börse, nicht die Wirtschaft, und die Börse ist das untere Ende des Marktes. Wer „so und so viele tausend Nachfolgen in Hessen" nennt, skaliert eine bundesweite Befragung mit einem Verhältnis, das niemand veröffentlicht hat. Wir berichten lieber die Zählung, die wir gemacht haben, und lassen den Rest offen.

Wo Käufer und Verkäufer sich kostenlos treffen

Vier feste Termine in der Region kosten die Teilnehmenden nichts. Alle vier wurden am 26. August 2026 geprüft.

Termin Wer ihn ausrichtet Wo Termine und Kosten Was mitzubringen ist
Sprechtag Unternehmensnachfolge IHK Frankfurt am Main Börsenplatz 4, Frankfurt 2026 sind noch vier Termine offen: 16. September, 21. Oktober, 11. November, 16. Dezember. Kostenfrei Fragebogen für Übergeber und die letzten drei Jahresabschlüsse als PDF, vorab. Anmeldungen ohne diese Unterlagen werden nicht berücksichtigt
Betriebsberatung und Betriebsbörse Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main Frankfurt Nach Vereinbarung. Für Mitgliedsbetriebe und Gründende kostenfrei Die Betriebsbörse vermittelt die Kontaktdaten beider Seiten, also ein kurzes Profil des Betriebs
Beratungsangebot für Unternehmen und Existenzgründungen RKW Hessen Eschborn, daneben Sprechtage in Darmstadt, Wiesbaden und zehn weiteren hessischen Orten Nach Vereinbarung. Die Erstberatung ist kostenfrei, das RKW führt über 4.000 davon im Jahr Für das erste Gespräch nichts Vorgeschriebenes
Finanzierungs- und Fördersprechtag WIBank, die hessische Förderbank, in der IHK Frankfurt Die Termine für 2026 waren auf den WIBank-Seiten am Stichtag nicht zu bestätigen. Bei der Buchung des Nachfolge-Sprechtags in der IHK danach fragen Die Finanzierungsfrage, möglichst mit Zahlen

Stand: 26. August 2026. Die IHK-Termine und die Unterlagenpflicht stammen von der Sprechtag-Seite der Kammer, die Bedingungen der Handwerkskammer von ihrer Betriebsbörsen-Seite, die RKW-Angaben von dessen Beratungsseiten. Die WIBank-Zeile ist die eine, die wir nicht bestätigen konnten, und sie ist markiert statt weggelassen.

Methode

Jede Zahl auf dieser Seite ist entweder selbst gezählt oder aus einer benannten Veröffentlichung übernommen. So sind sie entstanden, mit ihren Schwächen.

Die nexxt-change-Zahlen. Wir haben am 25. August 2026 die öffentliche Suchmaske von nexxt-change abgefragt, einmal je Filterkombination, und die von der Seite selbst ausgegebene Trefferzahl übernommen. Gefiltert wurde über das Feld „Bundesland" auf Hessen und darunter auf Regierungsbezirke und Kreise, über die Rubriken, die Preisvorstellung, den letzten Jahresumsatz, die Mitarbeiterzahl und den Inseratstyp. Es wurde keine einzige Inseratsseite geöffnet und kein Unternehmensname erfasst, veröffentlicht werden ausschließlich Summen. Drei Schwächen: Ein Inserat kann mehrere Rubriken tragen, deshalb übersteigt die Branchensumme die Gesamtzahl. 158 der 412 Angebote nennen gar keine Preisvorstellung, die Preisverteilung beschreibt also nur 62 % des Bestands. Und ein Kaufgesuch kann mehrere Kreise und mehrere Bundesländer ankreuzen, weshalb ein hessisches Kaufgesuch nicht heißt, dass der Käufer nur in Hessen sucht.

DUB.de konnten wir nicht zählen. Die zweite große deutsche Unternehmensbörse gibt ihre Trefferlisten erst im Browser aus und sperrt den Pfad /api/ in ihrer robots.txt. Eine Auszählung wäre nur mit einem Konto und gegen die eigene Zugangsregel des Anbieters möglich, also haben wir sie unterlassen. Wir berichten deshalb nur, was DUB selbst veröffentlicht: „über 5.000 geprüfte Unternehmen aus ganz Europa", über 90.000 registrierte Nutzer, und auf der eigenen Hessen-Seite die Aussage, bis 2026 bereiteten sich „Berechnungen zufolge bis zu 11.500 Firmen auf eine Unternehmensnachfolge in Hessen vor" (DUB.de, abgerufen 25. August 2026). Wessen Berechnung das ist, steht dort nicht, und die Zahl ist deshalb nicht prüfbar.

Die Kammern zählen nicht selbst. Die IHKs in Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt und Offenbach und die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main veröffentlichen keine eigene Bestandszahl an Nachfolgefällen. Sie sind Regionalpartner von nexxt-change und geben die Inserate ihres Bezirks frei, weshalb die 412 hessischen Angebote die Kammerbestände bereits enthalten. Die Betriebsbörse der Handwerkskammer läuft daneben, ohne veröffentlichte Stückzahl.

Alle Preis- und Multiplikatorzahlen stammen aus dem KfW Nachfolge-Monitoring Mittelstand 2025 (Fokus Volkswirtschaft Nr. 526, 9. Januar 2026) und aus den dort abgedruckten FINANCE-Umsatz-Multiples per November 2025. Beide sind Bundeszahlen. Es gibt keine hessische Fassung, und wir haben keine erfunden.

Was das für Sie bedeutet

Für Inhaberinnen und Inhaber, die in den nächsten zwei bis fünf Jahren verkaufen wollen

  • Ihr Betrieb steht in der Größenverteilung wahrscheinlich weit oben. 245 der 373 hessischen Angebote mit Angabe haben höchstens fünf Beschäftigte. Ein Betrieb mit 12 Leuten und laufenden Wartungsverträgen konkurriert nicht mit diesen 245.
  • Der Preis wird aus dem bereinigten Gewinn hergeleitet, nicht aus dem Umsatz. Die Verkäuferseite rechnet im Schnitt mit dem 1,2-Fachen des Umsatzes, der bezahlte Micro-Cap-Korridor für Bau und Handwerk endet beim 0,50-Fachen.
  • Wenn Ihr Betrieb im Rhein-Main-Gebiet sitzt, 100.000 € bis 400.000 € Jahresgewinn erwirtschaftet und ohne Sie läuft: Sprechen Sie mit uns als Käufer. Kaufpreis 300.000 € bis 1 Mio. €, dauerhafter Besitz, das erste Gespräch vertraulich und ohne Makler im Preis.
  • Wenn Sie zuerst eine Zahl wollen: Nachfolge- und Verkaufsvorbereitung kostet bei uns ab 9.500 € zum Festpreis, und niemals für einen Betrieb, den wir selbst kaufen wollen.

Für Steuerberater und Bankberater neben dem Inhaber

  • Die Lücke zwischen 1,2x Umsatz und dem gezahlten Korridor ist der Grund, warum Mandanten in der zweiten Verhandlungsrunde ausscheiden. Die Brücke vom ausgewiesenen zum bereinigten Ergebnis ist Ihre Arbeit und der Teil, den der Käufer zuerst liest.
  • Die kostenlosen Termine in der Tabelle oben sind für Ihre Mandanten der billigste erste Schritt. Der IHK-Sprechtag verlangt vom Übergeber drei Jahresabschlüsse im Voraus.

Für andere Käufer

  • 291 Kaufgesuche in Hessen gegen 412 Angebote heißt: Sie sind nicht allein, aber der Wettbewerb ist bundesweit dreimal schwächer als hier. Wer in Hessen sucht, sucht dort, wo die Käufer sind.
  • 62 der 412 Angebote laufen über einen Makler. Die anderen 350 kommen direkt vom Inhaber oder aus der Kammer, und dort sitzt keine Provision im Preis.

Für Gründerinnen und Gründer, die eine Holding aufbauen

  • Die Größenverteilung ist die eigentliche Nachricht. 18 Betriebe in ganz Hessen mit mehr als 20 Beschäftigten stehen öffentlich zum Verkauf. Ein Programm, das mehrere Einheiten braucht, kann nicht allein aus der Börse gespeist werden.
  • Die Kaufgesuchsseite ist die billigste Sichtbarkeit im Markt. Ein eigenes Kaufgesuch kostet nichts und wird von 431 Regionalpartnern gelesen.

Wo wir falsch liegen könnten

  • Die Zahl 412 ist eine Momentaufnahme eines Bestands, keine Jahresstatistik. Inserate laufen unterschiedlich lange, und ein Bestand von 412 kann bei kurzer Verweildauer einen doppelt so großen Jahresstrom bedeuten wie bei langer. nexxt-change veröffentlicht keine Verweildauer. Falls die nächste Zählung im Dezember 2026 über 500 oder unter 320 liegt, war die Momentaufnahme nicht repräsentativ und die Reihenfolge in der Entscheidung ändert sich.
  • Das Verhältnis von 1,42 Angeboten je Kaufgesuch überschätzt die Nachfrage, wenn viele Kaufgesuche bundesweit suchen und Hessen nur mitankreuzen. 198 der 291 hessischen Gesuche nennen keinen Kreis. Falls sich bei einer Stichprobe zeigt, dass mehr als die Hälfte davon in fünf oder mehr Bundesländern gleichzeitig steht, ist die hessische Nachfrage kleiner als die Zahl aussieht.
  • Die Hochrechnung der KfW-Zahlen auf Hessen unterstellt, dass Hessens Altersstruktur und Branchenmix dem Bundesdurchschnitt entsprechen. Das ist nachweislich nicht exakt der Fall. Falls das Hessische Statistische Landesamt oder die KfW eine hessische Auswertung veröffentlicht, die um mehr als 20 % von unserer Rechnung abweicht, gilt deren Zahl und nicht unsere.
  • Die Preisverteilung beschreibt nur die 254 Angebote mit Preisangabe. Falls die 158 Angebote ohne Preis systematisch teurer sind, weil ihre Inhaber den Preis bewusst offenhalten, liegt der wahre Median über dem Band von 50.000 € bis 250.000 €.

Häufige Fragen

Wie viele Unternehmen in Hessen suchen einen Nachfolger?

Öffentlich inseriert waren es am 25. August 2026 genau 412 auf nexxt-change, davon 196 im Rhein-Main-Gebiet und 39 in Frankfurt am Main. Das ist der sichtbare Teil. Der Gesamtbestand liegt weit darüber, weil die meisten Übergaben nie öffentlich inseriert werden.

Was kostet ein Unternehmen in Hessen im Durchschnitt?

Auf nexxt-change nennen 254 hessische Angebote eine Preisvorstellung, und 150 davon liegen unter 250.000 €. Bundesweit misst die KfW für Übergaben bis 2029 einen durchschnittlichen Kaufpreiswunsch von 499.000 € bei einem Median von 375.000 € (Januar 2026). Bezahlt wird nach dem bereinigten Gewinn, nicht nach dem Umsatz. Was ein Verkäufer verlangt und was eine Bank finanziert, sind zwei verschiedene Zahlen.

Wo finde ich in Frankfurt kostenlose Nachfolgeberatung?

Beim Sprechtag Unternehmensnachfolge der IHK Frankfurt am Main, bei der Betriebsberatung und der Betriebsbörse der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, beim Beratungsangebot von RKW Hessen in Eschborn und beim Finanzierungs- und Fördersprechtag der WIBank in der IHK. Alle vier kosten nichts. Die Termine stehen in der Tabelle oben, beim IHK-Sprechtag mit den vier offenen Terminen für 2026, bei der WIBank mit dem Hinweis, dass wir sie am Stichtag nicht bestätigen konnten.

Wie viele Käufer kommen auf einen Verkäufer?

In Hessen stehen 291 Kaufgesuchen 412 Verkaufsangebote gegenüber, also 1,42 Angebote je Gesuch. Bundesweit sind es 3,02. Hessen zieht 13,8 % aller deutschen Kaufgesuche auf 6,4 % der Angebote. In Frankfurt am Main stehen 39 Angeboten 17 Gesuche gegenüber. Ein Kaufgesuch kann mehrere Bundesländer nennen, die Zahl beschreibt also Interesse an Hessen und nicht ausschließlich hessische Käufer.

Weiterlesen

Quellen

Nichts hier ist Rechts- oder Steuerberatung. Steuerberater und Anwalt entscheiden, bevor etwas bindend wird.

← Alle Beiträge