Fallbeispiel · Finanzen & Transaktionen
Vorbereitung hebt EBITDA eines Zerspanungsbetriebs um 90.000 €
Zwei Jahre bereinigte Zahlen, 96 Dokumente im Datenraum und ein Faktenbuch für einen Rüsselsheimer Zerspanungsbetrieb, bevor der erste Käufer hinschaute.
Ein realistisches, anonymisiertes Szenario, das zeigt, was dieser Auftrag liefert. Kein Kundenauftrag.
Ergebnisse
etwa 910.000 € im Jahr, statt 820.000 € berichtet
Bereinigtes EBITDA
96 Dokumente in 9 Ordnern
Datenraum
etwa 20 je Käufer
Käuferfragen in Runde eins
7 Wochen
Lieferzeit
Ausgangslage
Ein Zerspanungsbetrieb in Rüsselsheim am Main, 45 Mitarbeitende, rund 7,8 Millionen Euro Umsatz im Jahr, fertigt Dreh- und Frästeile für Kunden aus Automobil- und Anlagenbau. Der Inhaber, 61, wollte innerhalb von achtzehn Monaten verkaufen und hatte zwei unaufgeforderte Anfragen, eine von einem strategischen Käufer und eine von einer kleinen Investorengruppe.
Das berichtete EBITDA, also der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, lag bei rund 820.000 € im Jahr. Darin steckten Dinge, die ein Käufer hinterfragen würde: Der Inhaber zahlte sich ein Gehalt deutlich über Marktniveau, ein einmaliger Rechtsstreit hatte im Vorjahr 45.000 € gekostet, und die Werkstatt war von der eigenen Immobiliengesellschaft des Inhabers unter Marktmiete angemietet. Jeder Käuferberater würde das binnen einer Woche finden und zugunsten des Käufers rechnen.
Vorgehen
Due Diligence ist die Prüfung, die ein Käufer vor der Unterschrift an einem Unternehmen vornimmt. Verkäuferseitige Vorbereitung heißt, diese Prüfung zuerst selbst vorzunehmen, damit der Käufer ein aufgeräumtes Haus vorfindet und die Geschichte Ihre eigene bleibt.
Erstens die Bereinigung von zwei Jahren: Die Abschlüsse zeigen umgestellt, was der Betrieb für einen Eigentümer verdient, der nicht selbst mitarbeitet. Das Gehalt über Marktniveau brachte rund 60.000 € im Jahr zurück, der Rechtsstreit 45.000 €, ein privat genutztes Fahrzeug in den Büchern 15.000 €, und die Miete unter Marktniveau nahm 30.000 € weg, weil ein Käufer Marktmiete zahlen wird. Unterm Strich etwa 90.000 € im Jahr, womit das bereinigte EBITDA bei rund 910.000 € liegt. Jede Anpassung hat eine Begründung und ein Dokument dahinter.
Zweitens der Datenraum, der Ordnersatz, nach dem Käuferberater fragen, mit 96 Dokumenten in neun Ordnern: Gesellschaft, Finanzen, Steuern, Verträge, Mitarbeitende, Immobilie, Betrieb, Versicherungen und Rechtsstreitigkeiten.
Drittens ein 28-seitiges Faktenbuch (Fact Book), das das Unternehmen so beschreibt, wie ein Käufer es liest: Kunden und ihre Konzentration (die fünf umsatzstärksten Kunden machen etwa 48 Prozent des Umsatzes aus), Maschinen und ihr Alter, Auftragsbestand und die Überleitung vom berichteten zum bereinigten EBITDA.
Der Steuerberater hat den Steuerordner erstellt und die steuerliche Wirkung jeder Anpassung geprüft, der Anwalt Verträge und Rechtsstreitigkeiten übernommen. Nichts davon ist eine steuerliche oder rechtliche Beratung, und beide decken ihr eigenes Gebiet ab.
Ergebnis
In diesem Szenario erhielten beide Käufer in derselben Woche Faktenbuch und Datenraumzugang. Ihre Fragenlisten der ersten Runde umfassten etwa 20 Fragen je Käufer statt der üblichen 80 bis 120, weil die meisten Antworten schon im Datenraum lagen. Beide Käufer rechneten mit den bereinigten 910.000 € statt mit den berichteten 820.000 €. Beim 4,5- bis 5,5-fachen EBITDA, zu dem kleine Zerspanungsbetriebe in der Region verkauft wurden, sind das grob 400.000 € bis 500.000 € Unternehmenswert. Das indikative Angebot des strategischen Käufers über rund 4,6 Millionen Euro lag in dieser Spanne.
Was es gekostet hat
Das Projekt kostete 12.500 € als Festpreis, angeboten vor Beginn der Arbeit. Dafür gab es die Bereinigung von zwei Jahren mit Überleitung, den Datenraum mit 96 Dokumenten, das 28-seitige Faktenbuch und einen halben Tag Vorbereitung auf die Managementgespräche. Die Lieferung dauerte sieben Wochen. Die Arbeit ist durch unsere 100-Prozent-Geld-zurück-Garantie abgedeckt: volle Erstattung auf Wunsch innerhalb von 14 Tagen nach Lieferung.
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